Benzin- und Dieselmotoren: unverzichtbar oder unverantwortbar?

  • 2/7/19 1:30 PM
  • Kirsten Oswald

ETH-Tagungsreihe: Aspekte der individuellen Mobilität

7. Februar 2019, ETH Zürich (HG F 30)

Verbrennungsmotoren sind nicht aus dem Verkehr wegzudenken und bleiben dies auf absehbare Zeit. Benzin‐ und Dieselmotoren stellen heute in der Schweiz über 98% der Antriebe der im Verkehr befindlichen Personenwagen. Bei Lastwagen dominieren mit >99% Dieselmotoren. Elektro‐, Gas‐ und Hybridfahrzeuge holen mit >5% der Immatrikulationen (Zahlen 2017) jedoch auf.

Es wird allgemein anerkannt, dass die NOx‐ und Partikelemissionen mit neuen Abgasnachbehandlungstechnologien soweit gesenkt werden können, dass sie mit der Abgasnorm EURO 6d ab 2020/2021 faktisch keine Rolle mehr spielen werden. Das Abgasproblem wird sich somit lösen. Wie aber steht es bei den CO2‐Emissionen?

CO2‐Gesamtbilanzen verschiedener Fahrzeuge zeigen, dass diese nicht primär vom Antriebskonzept (Verbrennungsmotor, Brennstoffzellensystem, Elektroantrieb), sondern von der Herkunft der genutzten Energie abhängig sind (fossil, erneuerbar). Bekannt ist weiter, dass ca. 30% der Fahrten den Hauptteil (ca. 70%) der Laufleistung, bzw. der CO2‐Emissionen verursachen. Was also sollte gemacht werden? Und wie sinnvoll und hilfreich ist die heutige CO2‐Gesetzgebung vor diesem Hintergrund?

Letztlich wird es der Markt regeln, welche moderne Fahrzeugantriebe sich langfristig durchsetzen oder halten, doch was für Autoantriebe sollen bis dahin empfohlen und allenfalls gefördert werden?

Programm

Weitere Information und Anmeldung